Das Leben ist zu kurz, um sich nicht zu verlieben.
„Hast du eine Wette verloren?“, frage ich ihn und hoffe, dass es nur das ist und kein geplanter Überfall. Wobei in meiner Minihandtasche sowieso nichts zu holen ist, außer ein kleiner Spiegel mit integrierter Haarbürste und meinem Handy. „Wenn mich das nicht wie einen kompletten Vollidioten dastehen lässt, dann ja“, meint er verlegen und schüttelt dann den Kopf. „Nein, ich hätte es mir nur nie verziehen, dich nicht zumindest angesprochen zu haben.“
Wow. Und wieder muss ich lächeln, er sagt die Wahrheit. Man fühlt sowas. Checkst du, oder? „Ich mag deine Ehrlichkeit“, sage ich ihm spontan. „Ich mag dein Lächeln“, kontert er, ohne mit der Wimper zu zucken, und lässt mich weiter nicht aus den Augen. Uff. Wer immer dieser Typ ist, wenn er mich weiter so ansieht, werde ich rot. „Ich bin Aiden“, er hält mir seine Hand hin. Kann er etwa auch Gedanken lesen? Ich deute auf seine Hand. „Macht man das so, wo du herkommst? Da, wo ich herkomme, werden so Verträge geschlossen.“
„No risk, no story“, Aiden grinst, zieht die Hand aber zurück. „Also dann“, ich setze zum Gehen an, dieser Typ wird mir hier zu sympathisch. „Ich verstehe. Eine Frage noch, sonst bringen mich meine Jungs um. Hast du Insta?“ „Nicht mehr. Bringt mich zu sehr hier hin“, ich deute auf meinen Kopf, „ich bin aber lieber hier“, ich zeige auf mein Herz.